Stellplatzmangel in Deutschland

Kraftfahrer ist ein sehr anspruchsvoller Beruf. Trotz moderner Technik gibt es neben permanentem Termindruck viele Stressfaktoren. Diese machen ein Einhalten der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten unbedingt erforderlich. Aber gerade, wenn es um Pausen und Ruhezeiten geht, fängt bei vielen Kraftfahrern der Stress erst richtig an.

Besonders auf süddeutschen Rastplätzen und Autohöfen herrscht ab 20 Uhr ein großer Mangel an Stellplätzen. Mehr als die Hälfte aller Kraftfahrer sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf. Viele Fahrer haben täglich das Problem, einen Stellplatz zu finden. Ihnen bleibt oft nur die Wahl zwischen einem überziehen der Lenkzeit oder einem verkehrswidrigen Abstellen ihres Lkw. Zugeparkte Wege und schlecht beleuchteten Lkw in Ausfahrten und auf Standstreifen sorgen immer wieder für zum Teil schwere Unfälle.

Die etwa 21.000 Stellflächen auf Rastanlagen und etwa 19.000 Stellflächen auf Autohöfen in Deutschland reichen bei weitem nicht aus. Mehr als 10.000 Plätze fehlen heute schon, bis 2015 sollen es weit über 20.000 sein. Eine Zahl, die angesichts des zunehmenden Güterverkehrs realistisch erscheint. Trotz aktueller Wirtschaftskrise gehen Schätzungen von über 50% mehr Güterverkehr in den nächsten 10 Jahren aus.

Neue Stellplätze und der Ausbau von Raststätten und Autohöfen sowie die Freigabe kleiner, bislang gesperrter Parkplätze sind ein erster Schritt, um die Situation zu entschärfen. Die Bundesregierung will bis 2015 etwa 250 Millionen Euro für den Ausbau zur Verfügung stellen. Allein In Bayern sollen so in den nächsten fünf Jahren 3.700 neue Stellplätze entstehen, in Baden-Württemberg etwa 1.700 und in Brandenburg ca. 1.000. Großes Potenzial verspricht auch die Nutzung von ehemaligen Militärstandorten. Viele autobahnnahe Standorte der Bundeswehr und ausländischer Streitkräfte sollen bis 2010 geräumt werden. Hier könnten mit wenig Aufwand sehr viele Stellplätze geschaffen werden.

Eine andere Möglichkeit ist die optimale Nutzung vorhandener Stellflächen. Vielversprechend ist in diesem Zusammenhang ein Pilotprojekt an der A3 in Rheinland-Pfalz. An der Tank- und Rastanlage Montabaur werden freie Stellflächen über Sensoren registriert. Ankommende Lkw werden nach Abfahrzeit sortiert. Das telematisch gesteuerte Kolonnenparken erleichtert das Finden freier Stellplätze und ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Stellplätze. Die aktuelle Belegung wird im Internet veröffentlicht.

ähnlich funktionieren Parkleitsysteme für Lkw, die an der A 61 und A8 geplant oder schon teilweise im Einsatz sind. Fahrer werden durch Hinweistafeln mit dynamischer Stellplatzanzeige über freie Plätze informiert. Eine Vernetzung aller an den Autobahnen liegenden Raststätten und Autohöfen soll so schnell wie möglich erfolgen. Später soll auch eine Stellplatz-Abfrage über Internet und SMS möglich sein.

Bis sich die Stellplatzsituation nachhaltig entspannt, kann es noch etwas dauern. Solange ist es bei der Suche nach einem Stellplatz hilfreich, die Raststätten und Autohöfe in Deutschland zu kennen. Hier ein paar Links, die bei der Planung von Pausen hilfreich sein können:

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