Straßenverkehr Projekt Marco Polo

Finanzielle Unterstützung für internationale Projekte, die zur Vermeidung von Straßengüterverkehr oder dessen Verlagerung auf alternativen Verkehrsträger wie Schiene, Binnenwasserstraße und Kurzstreckenseeverkehr beitragen, gewährt das Förderprogramm Marco Polo der Europäischen Union. Ziel ist es, den Lkw-Anteil so gering wie möglich zu halten.
Das Programm ist ausschließlich auf die Förderung grenzüberschreitender Vorhaben unter internationaler Beteiligung ausgelegt. Nationale Projekte sind nicht förderfähig. Wirtschaftsunternehmen aus den EU25-Staaten, den EFTA-EEA Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein, sowie Rumänien und Bulgarien können im Rahmen von Marco Polo Kosten geltend machen. Projekte können auch auf benachbarte Drittstaaten ausgedehnt werden. An Projekten beteiligte, dort ansässige Unternehmen können jedoch keine Kosten geltend machen. Auf den Territorien benachbarter Drittstaaten realisierte verkehrliche Verlagerungs- oder Vermeidungseffekte sind nicht als positive Effekte von Projekten zu werten.
Die förderungswürdigen Projekte können Folgendes umfassen:

  • neue oder bestehende, aber erheblich zu erweiternde Verkehrsdienste, welche wettbewerbsfähige Transportalternativen zum Straßengüterverkehr anbieten,
  • technische, strukturelle, organisatorische oder andere Maßnahmen zur Erhöhung der Auslastung im Straßengüterverkehr, zur Prozessoptimierung oder zur Reduzierung des Transportvolumens, ohne Wert und Menge der Transportgüter zu mindern,
  • Aktivitäten, die die intensive Kooperation und die gemeinsame Nutzung von Know-how auf dem Gebiet intermodaler Transport- und Logistikketten zum Ziel haben.

Das Marco Polo-Programm läuft von  2007 bis 2013 in seiner zweiten Phase (Marco Polo II) mit einem Gesamt-Fördervolumen von ca. 450 Mio. EUR. Für 2009 steht dabei eine Summe von 62 Mio. Euro zur Verfügung, die zwischen 35% und 50% der einzelnen Gesamtprojektkosten übernimmt. Einsendeschluss ist dafür der 8. Mai 2009.
Dabei bietet Marco Polo insbesondere die Übernahme von Anlaufverlusten von Verkehrsdiensten während einer Startphase von bis zu fünf Jahren. Darüber hinaus bestehen auch erweiterte Förderungsmöglichkeiten für projektbezogene Infrastruktur. Das Programm ist insofern erfolgsorientiert ausgerichtet, als dass die Höhe der finanziellen Förderung in den meisten Fällen von der verlagerten oder vermiedenen Transportleistung abhängig ist (Verkehrsverlagerungsaktionen, Meeresautobahnen, Verkehrsvermeidungsaktionen).

Projektvorschläge/Förderanträge können von Konsortien im Rahmen von jährlichen Calls (Aufrufen) bei der Europäischen Kommission eingereicht werden. Maßgeblich für eine erfolgreiche Überzeugung des Auswahlgremiums der Europäischen Kommission ist ausschließlich die Qualität der Projekte hinsichtlich des zu erwartenden Erfolgs (z. B. Verlagerungsvolumen), der Eignung der Projektpartner (z. B. Kompetenzen, Kapazitäten) sowie der Darstellung des Projektes im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens (Verständlichkeit, Glaubwürdigkeit, Professionalität). Das Auswahlgremium der Europäischen Kommission zu überzeugen.

Eine Benachrichtigung der Antragsteller über den Erfolg des Antrags erfolgt ca. vier Monate nach Annahmeschluss (Schließen des Calls). Mit der Benachrichtigung werden gleichzeitig die Vertragsverhandlungen eröffnet. Nach Vertragsabschluss (ca. acht Monate nach Annahmeschluss) erfolgt die Auszahlung eines 30 %igen Vorschusses auf die Gesamtfördersumme, sofern dieser in Anspruch genommen wird.

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